Industriezeit und Normalzeit umrechnen
Eine Industriestunde ist in hundert Teile geteilt, nicht in sechzig. 8:45 sind 8,75 Stunden — oder 875 Industrieminuten. Die Seite rechnet in beide Richtungen.
Ihre Angaben
Ihr Ergebnis
Formel
Hundert statt sechzig
Die Industriezeit teilt die Stunde in hundert Teile. Das klingt nach einer Spielerei, hat aber einen einfachen Grund: mit Dezimalzahlen lässt sich rechnen, ohne ständig zwischen dem Sechziger- und dem Zehnersystem umzudenken.
Deshalb buchen Zeiterfassung, Lohnabrechnung und Projektabrechnung in dieser Einheit. 8:45 sind 8,75 Industriestunden oder 875 Industrieminuten — und 8,75 × Stundenlohn ist eine Multiplikation, die ohne Zwischenschritt aufgeht.
Eine Industrieminute sind 36 Sekunden
Ein Hundertstel einer Stunde sind 36 Sekunden. Fünfzehn echte Minuten sind also 25 Industrieminuten, dreißig sind 50, und fünfundvierzig sind 75.
Das ist die Stelle, an der die Umrechnung im Kopf schiefgeht: 8,45 ist nicht 8:45. 8,45 Industriestunden sind 8 Stunden und 27 Minuten.
Runden auf Viertelstunden
Viele Zeiterfassungen runden auf Viertelstunden. Die Grenze liegt bei siebeneinhalb Minuten nach jeder Seite: 8:07 wird zu 8,00, 8:08 wird zu 8,25.
Ob das zulässig ist, ist eine andere Frage als die, wie gerundet wird. Über beides entscheidet nicht diese Seite, sondern der Arbeitsvertrag oder die Betriebsvereinbarung.
Was hier bewusst fehlt
Das zugrunde liegende Modell kann auch in Sechs-Minuten-Einheiten aufrunden — die Abrechnungseinheit angelsächsischer Kanzleien. In der deutschen Zeiterfassung spielt sie keine Rolle, und deshalb steht sie hier nicht.