Preis nach Rabatt berechnen
Zwei Rabatte addieren sich nicht. 30 % und darauf noch einmal 20 % ergeben 44 %, nicht 50 % — und genau mit diesem Rechenfehler arbeitet das Schild im Schaufenster.
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Formel
Rabatt auf Rabatt wird nicht addiert
Eine Ware für 120 € mit 30 % Rabatt kostet 84 €. Kommen dann 20 % dazu, werden sie auf die 84 € gerechnet — nicht auf die 120 €. Der Preis liegt bei 67,20 €.
Hätten sich die beiden Rabatte zu 50 % addiert, wären es 60 € gewesen. Der Unterschied beträgt 7,20 € und wächst mit dem Preis: bei einer Ware für 1.200 € sind es 72 €.
Der Gesamtrabatt ist 44 %, nicht 50. Die Rechnung lautet 0,70 × 0,80 = 0,56, es bleiben also 56 % des Preises stehen.
Rückwärts rechnen, um das Angebot zu prüfen
Steht auf dem Schild «statt 120 €, jetzt 84 €», können Sie die Prozentzahl nachrechnen: 84 ÷ 120 = 0,70, also 30 % Rabatt. Passt das nicht zur ausgewiesenen Prozentzahl, ist der Streichpreis nicht der Preis, zu dem die Ware tatsächlich verkauft wurde.
Seit der Preisangabenverordnung muss bei einer Rabattwerbung der niedrigste Preis der letzten 30 Tage als Bezugsgröße angegeben werden. Ein Streichpreis, den es nie gab, ist damit nicht zulässig — und eine Prozentzahl, die zu den beiden Beträgen nicht passt, lohnt einen zweiten Blick.
Die Umsatzsteuer ist schon drin
Deutsche Verbraucherpreise sind Endpreise einschließlich Umsatzsteuer. Deshalb gibt es hier kein Steuerfeld — der Rabatt wird auf den Preis gerechnet, den Sie sehen, und das Ergebnis ist der Betrag an der Kasse.
Wenn Sie als Unternehmen mit Nettopreisen rechnen, nutzen Sie zuerst den Mehrwertsteuer-Rechner und danach diesen hier.