Stundenlohn in Monatsgehalt umrechnen
Der häufige Fehler ist, mit vier Wochen zu rechnen. Ein Monat hat 13/3 Wochen, also 4,333 — und der Unterschied sind acht Prozent Ihres Gehalts.
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Formel
Ein Monat hat 13/3 Wochen, nicht vier
Das Jahr hat 52 Wochen und 12 Monate. 52 geteilt durch 12 ergibt 13/3, also 4,333 Wochen im Monat — nicht vier.
Wer den Wochenlohn mit vier multipliziert, landet acht Prozent zu niedrig. Bei 3.500 € im Monat sind das rund 270 €, um die man sich selbst ärmer gerechnet hat.
Deutsche Lohnabrechnungen schreiben die Umrechnung deshalb als × 13 ÷ 3. Das ist exakt und nicht gerundet — anders als «mal 4,33».
Es gibt keine eine Vollzeit
Das ist der Punkt, an dem ein Rechner aus einem anderen Land danebenliegt. Die tarifliche Wochenarbeitszeit streut in Deutschland erheblich:
35 Stunden in der Metall-, Elektro-, Druck- und chemischen Industrie. 37,5 Stunden im Einzelhandel. 39 Stunden im öffentlichen Dienst nach TVöD. 40 Stunden in vielen nicht tarifgebundenen Verträgen.
Der Durchschnitt über alle Tarifverträge liegt bei 37,7 Stunden. Genau deshalb steht hier kein eingebauter Durchschnitt: er wäre für fast jeden falsch. Tragen Sie ein, was in Ihrem Vertrag steht.
Stunden pro Monat: 173,33 bei 40, 151,67 bei 35
Die Zeile steht oben als eigener Wert, weil sie in Arbeitsverträgen und Zeiterfassungssystemen vorkommt. Bei 40 Wochenstunden sind es 173,33 Stunden im Monat, bei 39 sind es 169, bei 35 nur 151,67.
Andersherum — vom Monatsgehalt zum Stundenlohn — teilen Sie durch diese Zahl. 3.500 € bei 40 Wochenstunden ergeben 20,19 € pro Stunde.
Alles hier ist brutto
Von einem deutschen Gehalt gehen Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer sowie die Beiträge zu Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ab, bevor etwas auf dem Konto ankommt. Wie viel, hängt von Steuerklasse, Freibeträgen und Krankenkasse ab.
Ein dreizehntes Monatsgehalt ist ebenfalls nicht enthalten. Es erhöht das Jahresgehalt, ohne den Stundenlohn zu verändern.