Zinseszins berechnen
Nicht die Rendite macht die Arbeit, sondern die Zeit. Erhöhen Sie die Rendite um einen Punkt und schauen Sie auf das Endkapital. Setzen Sie sie zurück und legen Sie stattdessen fünf Jahre drauf.
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Die Zeit wiegt schwerer als die Rendite
Das ist die eine Sache, die ein Zinseszinsrechner zeigen kann, und sie lässt sich hier direkt ausprobieren: Stellen Sie die Rendite von 6 auf 7 Prozent und merken Sie sich das Endkapital. Setzen Sie sie zurück und legen Sie stattdessen fünf Jahre drauf.
Die fünf Jahre wiegen schwerer als der Prozentpunkt, und der Abstand wird größer, je länger der Zeitraum ist. Deshalb heißt der Rat immer «früh anfangen» und nie «mehr Rendite suchen».
Schauen Sie auf das Verhältnis, nicht auf die große Zahl
Das Endkapital beeindruckt und sagt allein wenig. Die Zeile «Endkapital im Verhältnis zum Eingezahlten» sagt, wie viel Arbeit die Zinsen tatsächlich geleistet haben.
Unter 2 heißt: Sie haben mehr als die Hälfte selbst eingelegt. Über 3 heißt: zwei Drittel kamen aus dem Ertrag.
Vor Steuern — und in Deutschland ist das viel
Auf Kapitalerträge fallen 25 % Abgeltungsteuer an, dazu der Solidaritätszuschlag und, wenn Sie kirchensteuerpflichtig sind, die Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag stellt die ersten Erträge frei, danach wird abgerechnet.
Bei Fonds kommt die Vorabpauschale hinzu: ein Teil des Wertzuwachses wird schon besteuert, bevor Sie überhaupt verkaufen. Über zwanzig Jahre zieht das jedes Jahr Geld aus der Kurve, statt erst am Ende.
Wie viel am Ende bleibt, rechnet unser Abgeltungssteuer-Rechner — dort sind Pauschbetrag, Teilfreistellung und Kirchensteuer enthalten.
Was der Rechner nicht weiß
Steuern. Ordergebühren und laufende Fondskosten. Die Inflation — 100.000 € in zwanzig Jahren kaufen weniger als heute. Dass Märkte schwanken statt gleichmäßig zu steigen. Und was Sie selbst unterwegs tun, was in der Praxis am meisten ausmacht.