Einmalanlage gegen monatliches Anlegen
Sie haben einen Betrag und eine Wahl: heute investieren oder über das nächste Jahr verteilen. Verteilen fühlt sich sicherer an und bringt im Schnitt weniger — weil Geld, das auf die Anlage wartet, nicht angelegt ist.
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Warum Staffeln meist weniger bringt
Märkte steigen häufiger, als sie fallen. Geld, das für nächsten Monat zurückgehalten wird, verpasst im Schnitt einen Monat dieses Anstiegs und bekommt stattdessen Tagesgeldzins.
Die historische Evidenz ist eindeutig: den ganzen Betrag sofort anzulegen schlägt das Staffeln in etwa zwei Dritteln der Fälle. Das ist keine Prognose für ein bestimmtes Jahr, sondern folgt daraus, dass Märkte häufiger steigen.
Warum staffelt dann jemand?
Weil das Drittel, in dem es gewinnt, wehtut. Einen großen Betrag eine Woche vor einem scharfen Einbruch anzulegen ist eine besondere Art des Bedauerns, und wer dann am Tiefpunkt verkauft, richtet weit mehr Schaden an als die kleine durchschnittliche Einbuße.
Staffeln kauft Schutz vor der eigenen Reaktion. Das ist ein echter Vorteil, und er taucht in dieser Rechnung nicht auf.
Der Einbruch, der es dreht
Die Rechnung zeigt, wie groß ein Kursrückgang während der Staffelphase sein müsste, damit Verteilen besser abschneidet.
Ein Sparplan ist etwas anderes
Monatlich aus dem Gehalt zu investieren ist nicht dieselbe Entscheidung. Dort kommt das Geld nach und nach, es wird nichts zurückgehalten.
Die Steuer unterscheidet die Wege nicht
Beide Varianten unterliegen derselben Abgeltungsteuer. Bei thesaurierenden Fonds fällt die Vorabpauschale allerdings auf den Bestand an, sodass ein früh investierter Betrag geringfügig früher besteuert wird — ein kleiner Abzug vom Vorteil des sofortigen Einstiegs.
Häufige Fragen
Was ist besser?
Alles auf einmal anzulegen gewinnt im Schnitt, historisch in etwa zwei Dritteln der Fälle. Staffeln gewinnt, wenn der Markt früh fällt.
Ist ein Sparplan aus dem Gehalt dasselbe?
Nein. Dort kommt das Geld laufend, es wird nichts zurückgehalten. Der Vergleich gilt nur, wenn Sie den vollen Betrag bereits haben.
Über welchen Zeitraum sollte ich staffeln?
Kurz genug, dass die Einbuße klein bleibt. Sechs bis zwölf Monate sind üblich; jenseits eines Jahres wächst die entgangene Rendite.
Ist ein Kurseinbruch berücksichtigt?
Tragen Sie einen Rückgang im entsprechenden Feld ein. Der Kipppunkt zeigt, wie groß er sein müsste.